Mein Oldtimer-Traktor durfte arbeiten

Heute durfte mein Bührer UNM 4/10 mal wieder richtig arbeiten.
Ich brachte ein gestern auf den Anhänger geladenes Hühnerhaus, von Blausee-Mitholz hoch zum Gasthaus Heimritz.
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Dabei war auf einer Strecke von ungefair 15 Kilometer eine Höhendifferenz von ca. 700 Metern zu überwinden.
So ging es schliesslich um 10:30 Uhr mit meinem Gespann in Mitholz los. Noch mit kaltem Motor ging es die Tremola nach Kandersteg hoch, wie ich das von meinem Oldi gewohnt im höchsten Gang. Durch Kandersteg durch, und einen halben Gang tiefer, durch die sogenannte „Chlus“, wo wegen der engen Strasse Einbahnverkehr herscht, ins Gasterntal. Weiter auf einer langen flächeren Passage weiter im Bergwärts. Kurz nach der „Silleren“ nochmal einen kurzen Halt eingelegt, um die Ladung zu kontrollieren, und folgendes Bild zu machen :
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Nun schaltete ich einen Gang tiefer, um den „Stalden“ hoch den Motor zwecks höherer Drehzahl auch gut kühlen zu können. So erreichte ich gemächlich aber stetig die Ebene vor „Selden“. Durch diesen Weiler ging es natürlich mit Spitzengeschwindigkeit 😉
Nach „Selden“ dann wieder einen Gang tiefer geschaltet, da es da gleich wieder steil das Strässchen hochging. Auch das schafften meine 30 PS gut, sodass es noch eine kurze Strecke relativ flach weiterging, bis ich bereits das Heimritz sah. Kaum angekommen stürmte der Hund Jimmy laut bellend auf mich zu, bis er mich erkannte.
Nach 1 1/4 Stunden hatte ich es geschafft.
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Die Eigentümer begrüsst, gönnte ich mir erst mal mein Morgenessen.

Interessant war für mich wie viele Biker gegen Mittag im Heimritz auftauchten. Mit einem hatte ich gesprochen, welcher mir sagte das er bis letztes Jahr auch öfter mit einem Sportfahrrad ins Gasterntal fuhr. Er aber damals „nur“ bis Selden fuhr, dort sein Mittagessen in einem der beiden Gasthäuser einnahm, und wieder zurück ins Tal fuhr. Aber dieses Jahr habe er sich dazu durchgerungen doch ein E-Mountainbike zuzulegen, obwohl er erst dachte das er dann nicht mehr soviel trainieren würde. Aber mittlerweile habe er bemerkt das seine zweifel unbegründet seien, da er eben nun längere Touren unternehme. So wisse er ab heute das da nach Selden noch ein weiteres Gasthaus besteht 🙂
Nachdem der grösste Ansturm von Gästen vorüber war, gab es auch für die Heimritz-Crew Mittagessen, und ich durfte mich dazusetzen 😛

Danach zeigten mir die beiden Kinder noch was seit 2012 so alles neu ums Heimritz gewerkelt wurde.
Kurz vor meiner Abfahrt konnte ich noch dieses Foto schiessen :
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Da mein Oldi leider das Problem hat erst nach vielen Startversuchen anzuspringen, musste ich das Tal hinaus das Gaspedal durchdrücken, um es wegen dem wechselnden Einbahnverkehr in der „Chlus“ noch rechtzeitig bis nach Kandersteg zu schaffen. Nur 2 Minuten bevor man wieder von unten Bergwärts fahren durfte, schaffte ich es.
Auf der Hauptstrasse von Kandersteg nach Mitholz runter überholte mich schliesslich noch ein „Lenkstangengöiferie“ und wedelte mit dem rechten Arm über seinem Kopf hin und her,
was will der mir andeuten ?
Als ich den Blick schweifen liess sah ich den bläulichen Rauch, den mein Oldi aus dem Auspuff lässt, wenn der Motor nicht wirklich arbeiten darf.

Dieser Tag hat mir extrem Spass gemacht, vor allem da ich weder am Oldi, dem Anhänger und dem Hühnerhaus einen Schaden auf der engen Bergstrasse verursacht habe.

Der Heimritz-Crew sage ich vielen Dank für die Gastfreundschaft.


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